Termine

Aktuelle Veranstaltungen:

Donnerstag, 22. September 2022

Kundgebung: Frankfurt verurteilt den Angriffskrieg der Türkei gegen Kurdistan

15 - 18 Uhr, Römerberg

Presseinformation – 19.09.2022
 
Am 22. September werden in der Frankfurter Stadtverordnetenversammlung erneut Resolutionsanträge vorgelegt, die sich für eine Verurteilung der türkischen Angriffskriege gegen Rojava (Nordostsyrien) und Südkurdistan (Nordirak) aussprechen. Zuvor wird darüber in den Ausschüssen beraten.

Im Juli war eine dringliche Behandlung der Resolutionensanträge von Linken und CDU an den Stimmen der Koalition aus Grünen, SPD, VOLT und FDP gescheitert. Dies war auf heftige Kritik gestoßen. Auch wir hatten uns dazu geäußert, unsere Stellungnahme und Pressereaktionen sind hier nachzulesen: https://frankfurt-kobane.org/aktuelles-2/

Die Türkei droht mit einer Ausweitung ihres Krieges gegen die selbstverwalteten Gebiete im Nordosten Syriens. Ihre Drohnenangriffe hat die Türkei in den letzten Wochen massiv ausgeweitet. Wie die NGO Save the Children mitteilt, sind alleine im August 40 Kinder durch türkische Angriffe auf Nord- und Ostsyrien verwundet oder getötet worden. Viele Tausend kurdisch-stämmige Frankfurterinnen und Frankfurter  – und nicht nur sie- erwarten von ihrer Stadtverordnetenversammlung eine ebenso eindeutige Verurteilung der völkerrechtswidrigen Angriffskriege der Türkei wie sie am 24. Februar völlig zurecht wegen des russischen Angriffs auf die Ukraine beschlossen wurde.

Um dieses Anliegen noch einmal öffentlich zum Ausdruck zu bringen, findet am Donnerstag, 22. September,  von 15-18 Uhr eine Kundgebung auf dem Römerberg statt.

Für Fragen stehen wir jederzeit gerne zur Verfügung.

Städtefreundschaft Frankfurt-Kobane e. V.

Vergangene Veranstaltungen:

Sonntag, 18. September 2022

Filmmatinee: The other Side of the River

10.30 Uhr, Haus am Dom

Die 19-jährige Hala entkam einer arrangierten Ehe, indem sie den Euphrat überquerte, um bei einer kurdischen Frauenverteidigungseinheit ein neues Zuhause zu finden – eine Einheit, die darauf ihre Heimatstadt Minbij vom Islamischen Staat befreite. Für ihre Mitstreiterinnen ist der Feind nicht nur der IS, sondern das Patriarchat im Allgemeinen, mit der (Zwangs) Ehe als ultimativer Unterdrückungsinstitution.
Die jungen Frauen werden im Kampf ausgebildet und in den feministischen Idealen der kurdischen Frauenbewegung aufgeklärt. Hala ist von diesen Lehren zutiefst inspiriert und widmet sich entschlossen dem Versprechen, nicht nur mehr Frauen, sondern auch ihre Schwestern um jeden Preis zu befreien. Doch gibt es in Halas Leben noch Platz für Freiheit und sogar Liebe, wenn ihre Mission alles vereinnahmt?

THE OTHER SIDE OF THE RIVER schildert den entschlossenen, revolutionären Weg von Hala und beleuchtet gleichzeitig eine andere, parallele Lebenserfahrung: die eigenen Reflexionen der Regisseurin über das Dasein als Feministin und kulturelle Außenseiterin in einer Situation, in der der Begriff „militanter Feminismus“ durchaus wörtlich verstanden werden könnte.

Regie: Antonia Kilian Buch: Antonia Kilian, Gurvara Namer, Arash Asadi Kamera: Antonia Kilian Musik: Shkoon (Ameen Khayer, Thorben Diekmann) Ton: Nadya Derwish Schnitt: Arash Asadi Fernsehsender/Produktion: Doppelplussultra Filmproduktion GmbH, Pink Shadow Films Rechte in Deutschland: jip film & verleih, Oeder Weg 42, 60318 Frankfurt

https://www.filmtage-globale-perspektiven.de/de/program-guide

Konferenz: 10 Jahre Rojava - Vom demokratischen Experiment zum Hoffnungsträger einer Region

Am 10. und 11. September 2022
medico-Haus, Lindleystraße 15, 60314 Frankfurt am Main 

Programm:

Samstag 10. September 2022

10h Begrüßung & Grußworte

Grußwort: Bürgermeisterin Dr. Nargess Eskandari-Grünberg (Die Grünen, Stadt Frankfurt)

10.30-11.45h 10 Jahre Rojava – Rückblick in einer Zeit der Weltunordnung
Martin Glasenapp (ehem. Nahostreferent von medico international), Christin Lüttich (Adopt a Revolution), Nilüfer Koç (Ko-Vorsitzende Kurdischer Nationalkongress)

12.00-12.30h Vom kurdischen Nationalstaat zum demokratischen Konföderalismus. Eine Alternative zum Paradigma des zentralisierten Nationalstaates
Dr. Dilar Dirik (Soziologin, Universität Oxford)

12.30-13.30h Mittagspause

13.30-15.30h Entwicklung der autonomen Selbstverwaltung – eine kritische Bestandsaufnahme
Ercan Ayboga (Stellv. Regionalbüroleiter Rosa Luxemburg Stiftung, Hessen), Dr. Abdulkarim Omar (Außenbeauftragter der Autonomieverwaltung, Rojava),  Dr. Sardar Saadi (Direktor Institut für Sozialwissenschaften, Universität Rojava), Kristin Helberg (Journalistin, Politikwissenschaftlerin und Syrien-Expertin)

15.30-16h Pause

16h – 17.30h Recht auf Wasser: Klimawandel & Wasser als Kriegsmittel
Egid Ibrahim (online – Right Defense Initiative-RDI, Rojava), Nicholas Hildyard (online – The Corner House, UK), Kathrin Henneberger [MdB Die Grünen, Ausschuss „Wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung“ & Ausschuss „Klimaschutz und Energie“ ]

17.30-18h Pause

18h-19.30h  Rojava zwischen geopolitischen Interessen und internationaler Anerkennung
Îlham Ehmed (Demokratischer Rat Syrien), Dr. Thomas Schmidinger (Politikwissenschaftler, Sozial- und Kulturanthropologe), Kamal Chomani (Kurdish Peace Institute)

Sonntag 11. September 2022

10.00-11.30h Bedrohtes Rojava: Von Rüstungsexporten bis Drohnenkrieg
Jan van Aken (arbeitet zu internationalen Konflikten bei der Rosa-Luxemburg-Stiftung), Matthias Monroy (Wissensarbeiter, Aktivist und Mitglied der Redaktion der Zeitschrift Bürgerrechte & Polizei/CILIP), Chloé Troadec [Rojava Information Center]

11.45-13.30h Menschenrechte verteidigen: Aufarbeitung und Gerechtigkeit für die Opfer des Krieges
Videobotschaft von Düzen Tekkal (HÁWAR.help)
Egid Ibrahim (online – Right Defense Initiative-RDI, Rojava), Katrin Langensiepen [MEP Bündnis 90 /Die Grünen ], Andreas Schüller (ECCHR), Kamal Sido (Gesellschaft für bedrohte Völker, Göttingen)

14.00-15.30h Die große Bürde: Zum Umgang mit (internationalen) IS Anhänger:innen und die Verantwortung der internationalen Gemeinschaft
Adnan Khalil (Purity, Rojava – online), Dr. Thomas Schmidinger (Politikwissenschaftler, Sozial- und Kulturanthropologe)

15.45-17.00h Perspektive Rojava!?
Îlham Ehmed (Demokratischer Rat Syrien), Anita Starosta (medico international)

Alle Referentinnen und Referenten

Antikriegstag 2022 in Frankfurt am Main

FÜR DEN FRIEDEN! GEGEN EINEN NEUEN RÜSTUNGSWETTLAUF! DIE WAFFEN MÜSSEN ENDLICH SCHWEIGEN!

Kundgebung am Donnerstag‚ 1. September 2022
17 Uhr, Opferdenkmal (in der Gallusanlage, nahe Willy-Brandt-Platz), Frankfurt am Main

Mit
Dr. Wolfgang Strengmann-Kuhn, MdB (B90/Die Grünen),
Christine Buchholz (Die LINKE),
Lino Leudesdorff (SPD) und
Haci Hacioglu (Kurdisches Gemeinschaftszentrum).

Musik: Gabriele Kentrup
Moderation: Alexander Wagner (DGB)

Initiatoren: Deutscher Gewerkschaftsbund Frankfurt am Main | Friedens– und Zukunftswerkstatt

Zur Teilnahme an der Kundgebung rufen mit auf:  ANPI Frankfurt, Attac Wiesbaden, Bündnis Courage gegen Rechts in Diez und Limburg, Business Crime Control BCC, Club Voltaire, DFG-VK Frankfurt, DIDF Frankfurt, Die LINKE Hessen, Die LINKE Fraktion im Römer, Ettie und Peter Gingold-Erinnerungsinitiative, Greenpeace Frankfurt, IALANA Deutschland e.V. Vereinigung für Friedensrecht, ISO Frankfurt, Katholische Arbeitnehmer-Bewegung (KAB) Limburg, KunstGesellschaft, Linkswärts e.V. Mainz, NaturFreunde Frankfurt, Naturfreunde Wiesbaden, Naturfreundejugend Frankfurt, pax christi Rhein-Main/Regionalverband Limburg-Mainz, Präsidium der AWO Frankfurt, Städtefreundschaft Frankfurt-Kobane, Türkisches Volkshaus Frankfurt, vhs Frankfurt, Verein Leben u. Arbeiten in Gallus und Griesheim (LAGG), Vereinigung der Verfolgten des Naziregimes-Bund der Antifaschisten (VVN-BdA) Main-Kinzig, VVN-BdA Frankfurt

Die kurdische Frage in der Türkei: Über die gewaltsame Durchsetzung von Nationalstaatlichkeit. Vortrag & Diskussion mit Dr. Ismail Küpeli

Am Mittwoch, den 13. Juli 2022, um 18:30 Uhr
IG Farben Campus, Casino-Gebäude, Raum Cas 1.801

Der Konflikt zwischen dem türkischen Staat und der kurdischen Bevölkerung ist einer der entscheidenden Faktoren, die die Geschichte und Gegenwart der Türkei bestimmen. Die politische Debatten und Entscheidungen in vielen sehr unterschiedlichen Bereichen von der Bildungspolitik bis hin zur Außenpolitik lassen sich auf die sogenannte kurdische Frage zurückführen. Darüber hinaus ist der Konflikt für die geschichtliche Entwicklung und der aktuellen Lage des gesamten Nahen und Mittleren Ostens bedeutend. Dies nicht zuletzt dadurch, dass kurdische Bevölkerungsgruppen in vielen Staaten existieren und in vielen Staaten politisch relevante AkteurInnen hervorgebracht haben, wie etwa neben der Türkei in Syrien und im Irak. Die Geschichte des Konflikts zwischen der Türkei und der kurdischen Bevölkerung muss aufarbeitet werden, um die gegenwärtigen Konflikte zu verstehen.

Ismail Küpeli ist Politikwissenschaftler und kommentiert die politischen und gesellschaftlichen Entwicklungen in der Türkei und in Deutschland, insbesondere die staatlichen Politiken gegenüber Minderheiten. Weitere Schwerpunkte seiner Arbeit sind nationalistische Ideologien und identitäre Tendenzen – sowohl in den Mehrheitsgesellschaften als auch innerhalb der jeweiligen Minderheiten.

Fest: 10 JAHRE REVOLUTION IN ROJAVA - 10 JAHRE BASISDEMOKRATIE - FRAUENBEFREIUNG - ÖKOLOGIE

Am Samstag, den 16. Juli 2022, ab 15 Uhr
Auf dem Gelände des FC Serkeftin, Babenhäuser Landstr. 6, 60599 Frankfurt am Main

  • Redebeiträge
  • Live-Musik von Koma Hezex
  • Essen & Getränke

Lesung aus dem Buch "Erfahrung Rojava" & Gespräch mit Michael Wilk

Offenes Haus der Kulturen
Am Montag, den 18. Juli 2022, um 19:30 Uhr

Café KoZ (Uni-Campus Bockenheim), Mertonstraße 26-28, 60325 Frankfurt

Mit der Androhung einer erneuten Invasion durch die türkische Armee unter Autokrat Erdogan hat sich die Situation der Menschen in den Autonomiegebieten in Nordostsyrien (Rojava) weiter verschärft. Für die kurdische, assyrische, aramäische und arabische Bevölkerung sind militärische Angriffe schon jetzt tägliche Realität. Die türkische Armee, islamistische Hilfstruppen und auch das Assad-Regime versuchen, das dort praktizierte Gesellschaftsmodell, das auf basisdemokratischer Selbstverwaltung und dem Anspruch der Gleichberechtigung der Geschlechter beruht, zu verschlagen. Das Ringen um Autonomie steht so von zahlreichen Seiten unter Beschuss.

Wie kann Solidaritätsarbeit unter diesen Bedingungen aussehen? Wie sehen, empfinden und bewerten Menschen ihren Einsatz unter diesen Bedingungen, welche Ansprüche vertreten sie, was hat sie motiviert, beflügelt oder auch enttäuscht?

In Kooperation mit Städtefreundschaft Frankfurt-Kobanê e.V.

Informationsveranstaltung: "Was ist aktuell los in Kurdistan?"

Vom Kurdischen Gesellschaftszentrum FFM & Civaka Azad – Kurdisches Zentrum für Öffentlichkeitsarbeit
Am Dienstag, den 19. Juli 2022, um 18 Uhr
DGB-Jugendclub, Wilhelm-Leuschner-Str. 69-77, 60329 Frankfurt (Eingang: Untermainkai 66-68)

Demonstration: "Rojava Revolution verteidigen – Gerechtigkeit für Suruc"

Veranstalter: Internationales Aktionsbündnis
Am Mittwoch, den 20. Juli 2022, um 18:30 Uhr
Bockenheimer Warte

Kampf dem türkischen Faschismus!

Am 20.07.22 ist der 7. Jahrestag des Massakers von Suruç, bei dem 33 Menschen durch einen Selbstmordanschlag des IS ermordet wurden. Die meisten von ihnen waren Jugendliche. Sie wollten beim Aufbau von Kobanê helfen, nachdem die Stadt erfolgreich von YPJ und YPG gegen die faschistischen IS-Banden verteidigen konnten.

Die Entscheidung nach Kobane zu gehen, war die internationalistische Antwort auf die Verteidigung der Rojava Revolution. Die Rojava Revolution, welche 19.07.2012 begann, ist die Hoffnung der Völker in Kurdistan für eine demokratische, antipatriarchale und bessere Welt.
Doch diese Revolution ist weiterhin verschiedenen Bedrohungen ausgesetzt. In dieser Zeit, wo sich Kriege und Krisen weltweit zuspitzen, wie in der Ukraine, plant auch der NATO-Staat Türkei einen weiteren Angriffskrieg gegen Rojava.

Auch die Zustimmung der Türkei zum NATO-Beitritt Finnlands und Schwedens, mit der Verstärkung der Verfolgung der kurdischen Befreiungsbewegung, ist eine Vorbereitung für diesen Angriffskrieg.

Lasst uns am 20.07. den internationalistischen Charakter der Gefallenen von Suruç gegen den faschistischen türkischen Staat und seinen Angriffskrieg auf Kurdistan auf die Straße gehen. Lasst uns außerdem im 10. Jahr der Rojava Revolution diese als Perspektive für eine bessere Welt aufzeigen.

Verteidigen wir die Rojava Revolution!
Gerechtigkeit für Suruç!
Kampf dem türkischen Faschismus!
Hoch die internationale Solidarität!

 

10 Jahre Rojava - Vom demokratischen Experiment zur autonomen Selbstverwaltung

Veranstalter: medico international
Mit: Civaka Azad (kurd. Zentrum für Öffentlichkeitsarbeit), Anita Starosta (medico international) und Michael Wilk (Arzt und Psychotherapeut, „Erfahrung Rojava“)
Am Samstag, den 23.07.2022, um 18:00 Uhr
Haus am Dom, Domplatz 3, Frankfurt

Am 19. Juli 2012 zogen sich die Truppen des Assad-Regimes aus Kobanê zurück. Kurdische Kräfte übernahmen die Stadtverwaltung und stießen damit die Übernahme auch in anderen Teilen in der Region an. Aus dem demokratischen Experiment, wie medico die Entwicklungen Rojavas lange beschrieb, ist inzwischen eine konföderale und autonome Selbstverwaltung geworden, in der Minderheitenrechte, Gleichberechtigung und Demokratie das Handeln leiten. Zehn Jahre nach der friedlichen Übernahme Kobanês ist es nun an der Zeit, gemeinsam Bilanz zu ziehen und Perspektiven zu diskutieren.

Im Anschluss Musik von Cemîl Qoçgîrî (kurdisch-alevitischer Tenbûr-Spieler).

Dies ist die Auftaktveranstaltung für die Konferenz „10 Jahre Rojava“ am 10./11. September 2022.

Nachbarschafts- und Strassenfest in Frankfurt-Rödelheim

Am Samstag, 23.07.2022, ab 14 Uhr
Hattsteiner Straße (Höhe Hausnr. 14), 60489 Frankfurt

Mit Infoständen der Städtefreundschaft Frankfurt-Kobane, des kurdischen Gesellschaftszentrums, des kurdischen Frauenrats Amara, YXK/YJK und vielen anderen. Speisen und Getränken, Live-Musik vom Ali Erel und dem Erbane Ensemble.