AKTUELLES

Dringender Spendenaufruf
Frankfurt hilft Kobanê!

In den 10 Jahren unseres Bestehens haben wir Ihre politische, menschliche und finanzielle Unterstützung gewinnen können. Diese Unterstützung hat auch unseren KooperationspartnerInnnen in Rojava Kraft gegeben und die Umsetzung emanzipativer Projekte ermöglicht. Seit dem Vormarsch der Regierungstruppen der Übergangsregierung auf die Gebiete der Selbstverwaltung von Nord- und Ostsyrien (Rojava) geraten ethnische und religiöse Minderheiten und besonders Frauen und Mädchen ins Visier der Islamisten.
Die nun bereits drei Wochen andauernde Belagerung von Kobanê durch islamistische Milizen mit Wasser-, Strom- und Internetsperre hat eine akute humanitäre Notlage herbeigeführt, gegen die immer mehr Menschen auch in Frankfurt protestieren.
So hat das Stadtparlament von Frankfurt am 29. Januar auf unsere Initiative hin eine Resolution verabschiedet, die diese Belagerung verurteilt und die Bundesregierung zum Handeln auffordert (Anlage).
 
Wir möchten dieses starke politische Zeichen der Unterstützung für Rojava und seiner demokratische Errungenschaften aufgreifen und unter dem Motto „Frankfurt hilft Kobanê“ zu Spenden für die Nothilfe in Kobanê aufrufen.

Dabei ist die Höhe des Spendenbetrags nicht wichtig, denn auch eine ganz kleine Spende zeigt, dass Ihnen die Menschen dort nicht gleichgültig sind und wir in diesen Zeiten äußerster Bedrängnis an ihrer Seite stehen. Bitte teilen Sie diesen Aufruf im Bekannten- und Freundeskreis, am Arbeitsplatz, in Ihrer Gewerkschaft, wo auch immer Sie Wirkung entfalten können, und werden Sie im Rahmen Ihrer Möglichkeiten aktiv!

Bitte Verwendungszweck „Nothilfe“ angeben
Der Verein ist gemeinnützig und kann Spendenbescheinigungen für das Finanzamt ausstellen.
Alle Spenden werden zu 100% für die geförderten Projekte und Öffentlichkeitsarbeit aufgewendet.
Im Verein arbeiten alle ehrenamtlich.
Bankverbindung:
Städtefreundschaft Frankfurt-Kobane e.V.
IBAN: DE66 5019 0000 6200 9082 42
BIC: FFVBDEFF

 

Frankfurter Stadtparlament  verurteilt die Belagerung von Kobanê

Am 29.01.2026 wurde die von unserem Verein initiierte Resolution „Frankfurt verurteilt die Belagerung von Kobanê in Nordsyrien“ durch das Frankfurter Stadtparlament verabschiedet. Der Antrag wurde von der Regierungskoalition gestellt und ist ein wichtiges Zeichen der Solidarität mit den Menschen in Kobane und den bislang selbstverwalteten Gebieten in Nordostsyrien.
Nachzulesen hier.

Appell der zivilgesellschaftlichen und humanitären Organisationen an den Deutschen Bundestag und die Bundesregierung, sich für ein Ende der humanitären Katastrophe und für den Schutz der Kurd*innen in Nord- und Ostsyrien einzusetzen

Wir sind besorgt und entsetzt angesichts der aktuellen Entwicklungen und der fehlenden Reaktion der Bundesregierung, der Europäischen Union und der internationalen Staatengemeinschaft. Seit dem 6. Januar 2026 greifen die syrische Übergangsregierung und verbündete islamistische Milizen die kurdischen Gebiete Nord- und Ostsyriens militärisch an. Zusätzlich werden sie durch türkische Truppen unterstützt, die mit Panzern und schwerem Kriegsgerät in der Türkei nahe der umkämpften Stadt Kobanê stationiert sind. Die Stadt Kobanê ist belagert und von Wasser, Elektrizität, Internet sowie der Versorgung mit Nahrungsmitteln und Medikamenten abgeschnitten. Fluchtwege gibt es nicht. Weiterlesen: Appell PDF

Appell der Gesellschaft für bedrohte Völker:
Die Gesellschaft für bedrohte Völker (GfbV) appelliert an den Deutschen Bundestag, die Bundesregierung per Beschluss zu einer Initiative für Frieden und Stabilität in Syrien zu bewegen. Es brauche einen größeren Einsatz gegen die genozidalen Angriffe des islamistischen Regimes in Damaskus und seiner Verbündeten – sunnitisch-islamistischen Milizen jeglicher Couleur – auf Kurden und andere Minderheiten in Nordsyrien, die unvermindert andauern. Die GfbV fordert daher die Entsendung einer Vermittlungsmission.
https://www.gfbv.de/de/news/syrien-appell-an-den-deutschen-bundestag-11941/

Petition an die Bundesregierung:
Zum Schutz der Menschenrechte in der Autonomen Selbstverwaltung Nord- und Ostsyriens (Rojava)
Der Zentrale Menschenrechtsrat der Kurd*innen in Deutschland (ZMRK) appelliert eindringlich an die Öffentlichkeit, zivilgesellschaftliche Organisationen und politische Entscheidungsträger*innen, die vorliegende Petition zu unterzeichnen. Ziel ist es, die Bundesregierung zu einem sofortigen und entschlossenen Handeln gegen die anhaltenden, schwerwiegenden Menschenrechts- und Völkerrechtsverletzungen in der Autonomen Selbstverwaltung Nord- und Ostsyriens (DAANES/Rojava) zu bewegen.
https://www.openpetition.de/petition/online/schutz-der-menschenrechte-in-der-autonomen-selbstverwaltung-nord-und-ostsyriens-rojava

Videonachricht der Ko-Bürgermeister von Kobanê
Am 22.01.2026,  erreichte uns eine verzweifelte Videobotschaft der Ko-Bürgermeister aus Kobanê. Nachdem sich die Truppen der islamistischen Übergangsregierung an keine Verabredung zum Waffenstillstand halten, haben Einheiten von Hayat Tahrir As-Sham (HTS), der Syrian Arab Army, Sultan Murad Brigade  und offen als IS auftretende Truppen die Stadt eingekreist. Die Stadt wurde intensiven Bombardierungen und Beschuss ausgesetzt, im Norden verstärkt die Türkei in Sichtweite ihr Militär an der Grenze. Oben genannte Verbände wurden von ihr mit hochentwickelten Waffen ausgestattet, weil Kobanê als Symbol für die Besiegbarkeit des IS ihr schon immer ein Dorn um Auge war und sie aus ihrer Feindseligkeit nie einen Hehl gemacht hat. 
Videobotschaft der Co-Bürgermeisterin Emîna Wêso und Co-Bürgermeister Fewaz Ehmed und Stadtverwaltung von Kobanê:

Zur Videonachricht der Co-Bürgermeister

Pressemitteilung der Deutschland-Vertretung der Demokratischen Selbstverwaltung von Nord- und Ostsyrien, 22.01.2026

Tötungen kurdischer Zivilisten durch islamistische Milizen – Stadt Kobane vollständig belagert
Exekutionen in Raqqa und Verstöße gegen die Waffenruhe in Nord- und Ostsyrien
(Der vollständige Bericht der Syrischen Beobachtungsstelle für Menschenrechte ist hier abrufbar.)

Parallel dazu spitzt sich die humanitäre Lage in der mehrheitlich kurdischen Stadt Kobane dramatisch zu. Seit mehreren Tagen ist die Stadt vollständig belagert. Trotz einer offiziell vereinbarten Waffenruhe dauern die Kämpfe an. Die Zivilbevölkerung ist von der Versorgung mit Wasser, Strom und Internet abgeschnitten.

Elham Ahmad, Außenbeauftragte der Selbstverwaltung von Nord- und Ostsyrien, erklärte zur aktuellen Situation:

„Seit Beginn der Belagerung von Kobane vor einigen Tagen dauern die Kämpfe trotz der vereinbarten Waffenruhe an. Wasser-, Strom- und Internetversorgung wurden unterbrochen. Diese Handlungen stellen Kriegsverbrechen dar. Wir fordern die zuständigen Behörden auf, einzugreifen, die Belagerung zu beenden und die Zivilbevölkerung nicht länger durch den Entzug ihrer Lebensgrundlage zu bestrafen.“

Die gezielte Unterbrechung lebenswichtiger Infrastruktur stellt einen klaren Verstoß gegen das humanitäre Völkerrecht dar. Besonders gefährdet sind ältere Menschen, Kinder und Kranke, deren medizinische Versorgung unter den aktuellen Bedingungen kaum noch gewährleistet werden kann. Hilfsorganisationen berichten bereits von erheblichen Schwierigkeiten, humanitäre Hilfe in die belagerte Stadt zu bringen.

Die jüngsten Exekutionen in Raqqa sowie die anhaltende Belagerung von Kobane zeigen erneut, dass kurdische Zivilistinnen und Zivilisten gezielt Opfer von Gewalt, Repression und kollektiver Bestrafung werden. Internationale Akteure, die Vereinten Nationen sowie regionale Verantwortungsträger sind dringend aufgefordert, ihrer Schutzverantwortung nachzukommen, die dokumentierten Verbrechen zu untersuchen und konkrete Maßnahmen zum Schutz der Zivilbevölkerung zu ergreifen.

Die Selbstverwaltung von Nord- und Ostsyrien appelliert eindringlich an die internationale Gemeinschaft, den Druck auf die verantwortlichen Akteure zu erhöhen, die Waffenruhe durchzusetzen, die Belagerung Kobanês unverzüglich zu beenden und weitere Menschenrechtsverletzungen zu verhindern.

Nach Angaben der Syrischen Beobachtungsstelle für Menschenrechte wurden in der syrischen Stadt Raqqa vier kurdische Zivilisten von Milizen der Übergangsregierung exekutiert. Die Tötungen ereigneten sich in einem Gebiet, das unter der Kontrolle islamistischer Gruppierungen steht. Die Beobachtungsstelle dokumentiert damit erneut schwere Menschenrechtsverletzungen gegen die kurdische Zivilbevölkerung in Syrien.

Homepage der Deutschland-Vertretung der Demokratischen Selbstverwaltung von Nord- und Ostsyrien: https://nordundostsyrien.de/aktuelles/

kinder

JEDE SPENDE ZÄHLT

Alle Mitglieder des Vereins arbeiten ehrenamtlich, daher werden Spenden zu 100 % für die gefördeten Projekte und die damit in Zusammenhang stehende Öffentlichkeitsarbeit aufgewendet.

Der Verein ist gemeinnützig und kann Spendenquittungen für das Finanzamt ausstellen.

Dringender Spendenaufruf für den Wiederaufbau der Wasserpumpstation von Kobanê

Am 2. Februar 2025 hat ein türkischer Luftangriff die zentrale Wasserstation von Kobanê im Dorf Sheikh Al-Fawqani zerstört. Nach Angaben des Trinkwasserwerks der Demokratischen Selbstverwaltung von Nord- und Ostsyrien (DAANES) wurden durch die Zerstörung der Anlage 200.000 Menschen im Stadtzentrum sowie umliegenden Dörfern von der Wasserversorgung abgeschnitten. Notdürftig erfolgt sie nun über Wasserentnahmestellen aus Obeflächenbrunnen und über Tanklastwagen. Die Wasserqualität ist schlecht und mit dem nahenden Sommer steigt das Risiko von Infektions-, Magen-Darm- und Hautkrankheiten. Wir sprechen von einer bewusst herbeigeführten humanitären Krise, die dringend Hilfe erfordert. Weiterlesen

Offener Brief zur Entwaffnungsforderung der Außenministerin, 24.12.2024

Sehr geehrte Frau Außenministerin,
Sehr geehrte Mitglieder des Auswärtigen Ausschusses,

als Städtepartnerschaftsinitiativen mit Städten in Nord- und Ostsyrien betrachten wir die Entwicklungen in der Region mit großer Sorge.

Wir freuen uns, dass Sie die großen Errungenschaften der multiethnischen und multikonfessionellen ‚Syrischen Demokratischen Kräfte‘ (SDF) im Kampf gegen den IS würdigen. 
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Wer den Brief mitunterzeichnen möchte, maile uns bitte an: frankfurt-kobane@gmx.de

Offener Brief an Bundeskanzler Scholz und Außenministerin Baerbock zur türkisch-jihadistischen Bedrohung in Nordsyrien, 12.12.2024

Sehr geehrter Herr Bundeskanzler Scholz, 
sehr geehrte Frau Außenministerin Baerbock, 
 

der Sturz des Diktators Assad in Syrien ist ein Schritt, der grundsätzlich zu begrüßen ist. Allerdings stellen die aktuellen Angriffe der türkeitreuen islamistischen Milizen der SNA auf Rojava/die Demokratische Selbstverwaltung von Nord- und Ostsyrien (DAANES) eine erhebliche Bedrohung dar.

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Dringender Spendenaufruf für Nordsyrien

Seit dem 27. November 2024 sind hunderttausende Menschen – Kurd*innen, Christ*innen und Ezid*innen auf der Flucht aus Aleppo, Tel Rifat und der Şehba-Region (nördlich von Aleppo im Nordwesten Syriens). Dschihadistische Banden und Söldner der von der Türkei ausgebildeten und finanzierten sogen. Syrischen Nationalen Armee (SNA) terrorisieren und vertreiben gewaltsam die kurdische Bevölkerung und die 2018 aus Afrin vertriebene Bevölkerung, die seitdem unter prekären Verhältnissen in Flüchtlingscamps in der Şehba-Region lebten. Ihr Ziel ist mit Unterstützung der türkischen Regierung unter Erdogan die Zerstörung der demokratischen Autonomie von Nord- und Ostsyrien (früher Rojava).

Städtepartner- und -freundschaften mit Städten in Nordsyrien rufen zur Nothilfe für die geflüchteten Menschen auf

Die Menschen fliehen nach Nord- und Ostsyrien in das säkular und demokratisch regierte Gebiet der Selbstverwaltung. Bis zum 6.12. kamen in Tabqa rund 80.000 Menschen und in Raqqa über 100.000 Menschen an – und es werden immer mehr.

In einer Videokonferenz berichteten die beiden Ko-Bürgermeister von Tabqa und Raqqa von den dramatischen Zuständen vor Ort. Es fehlt praktisch an allem: Zelte, Decken, Matratzen, warme Kleidung, Hygieneartikel und Lebensmittel. Die Situation sei außer Kontrolle geraten, sie seien handlungsunfähig, weil sie nichts mehr hätten, um den Geflüchteten zu helfen.

Die Kleinstadt Tabqa beherbergt mittlerweile mehr Geflüchtete, als die Stadt Einwohner hat. „Wir haben kein sauberes Wasser, weder für die Geflüchteten noch für unsere Einwohner“, berichtet der sichtlich erschöpfte Ko-Bürgermeister von Tabqa, Ali Mahmoud. Die UN-Organisationen hätten einige wenige Gruppenzelte gebracht und hätten ansonsten nur Daten aufgenommen. Weitere Hilfe von internationalen Organisationen wie UNHCR, Unicef etc. ist nicht in Sicht. Die Menschen schlafen bei Minustemperaturen auf der Straße, in Gärten, Moscheen, Kirchen und Schulen.

Der Ko-Bürgermeister von Raqqa, Mohanned Al Shami Alhamd berichtete, sie hätten im Stadion Zelte aufgestellt, aber es gäbe auch dort viel zu wenig Zelte. Auch in Raqqa werden Geflüchtete in Schulen und Sporthallen untergebracht. Die Raumkapazitäten seien aber erschöpft. Auch in Raqqa fehlt es an allem zur Versorgung der Geflüchteten. Vor allem aber fehlen Medikamente und medizinische Geräte, der Gesundheitszustand der Geflüchteten sei schlecht.

Das Leid der Menschen nach jahrelangem „Krieg niederer Intensität“ ist groß. Sofortige Hilfe vor Ort sei dringend nötig, um die katastrophalen Folgen abzumildern. Auch weitere Städte im Gebiet der Selbstverwaltung von Nord- und Ostsyrien wie Qamishlo, Kobane, Heseke u.a. hätten schon Geflüchtete aufgenommen und kämen an ihre Grenzen. Vor kurzem kamen viele Geflüchtete aus dem Libanon an, von denen viele die Stadt Dêrik im Newrozcamp aufgenommen hat.

Welche Bedrohung für die Menschen und die Selbstverwaltung von Nord- und Ostsyrien von den Dschihadisten der Hayat Tahrir Al Sham (HTS) ausgeht bzw. ausgehen könnte, sobald sie das Regime von Assad gestürzt haben, lässt sich zur Zeit nicht sagen. HTS ist aber entgegen ihren eigenen Aussagen auf jeden Fall keine demokratische Organisation, sondern ein Zusammenschluss von Kämpfern von Al Quaida, Al Nusra und dem IS. Sie sind für tausende Gräueltaten in den letzten 20 Jahren an der Zivilbevölkerung, speziell ethnischen und religiösen Minderheiten verantwortlich und haben die Errichtung eines syrischen, islamischen Scharia-Staates zum Ziel.

Dringende Unterstützung der Vereinten Nationen erforderlich

Der Ko-Vorsitzende des Büros für Camps und Migration der Selbstverwaltung hat die Vereinten Nationen und alle internationalen Organisationen dringend um Hilfe für die vor den Dschihadisten fliehenden Menschen gebeten, da die Versorgung der Hunderttausenden von Schutzsuchenden die Möglichkeiten der Selbstverwaltung bei weitem übersteigt. Er appellierte auch an die internationalen Mächte und insbesondere die Vereinten Nationen, den etwa 50 km südlich von Dêrik gelegenen Grenzübergang Til Koçer (Yarubiyah) zum Irak für Hilfslieferungen zu öffnen. Dies sei dringend notwendig, um die Binnenflüchtlinge zu versorgen. Dieser Grenzübergang wird seit Jahren auf russische und chinesische Initiative hin blockiert.

Wir, die Städtepartnerschaften von Friedrichshain-Kreuzberg – Dêrik (Berlin), Köln – Qamishlo, Oldenburg – Raqqa und die Städtefreundschaft Frankfurt – Kobane rufen zu Geldspenden für die Geflüchteten in Nordsyrien auf.

Die Städtefreundschaft Frankfurt-Kobanê bittet um Spenden an die Stiftung der Freien Frau in Syrien (WJAS) über

  • Kurdistanhilfe e.V.
  • Hamburger Sparkasse
  • IBAN: DE40 2005 0550 1049 2227 04
  • Stichwort: Nothilfe

Die ‚Kurdistanhilfe e.V.‘ ist als gemeinnütziger Verein anerkannt. Spenden sind steuerlich absetzbar. Bitte geben Sie bei Überweisung Ihre Anschrift an.

Die Städtepartnerschaften Friedrichshain-Kreuzberg – Dêrik, und Oldenburg-Raqqa bitten um Spenden für den Kurdischen Roten Halbmond:

‚Heyva Sor a Kurdistanê‘ e.V.,
Kreissparkasse Köln
IBAN: DE49 3705 0299 0004 0104 81
BIC/SWIFT: COKSDE33XXX
Betreff: Nothilfe Nordsyrien

Die Städtepartnerschaft Köln – Qamishlo bittet um Spenden für die:

Kinderhilfe Mesopotamien e.V.
Volksbank Köln Bonn eG
IBAN: DE11 3806 0186 6402 4910 25
BIC: GENODED1BRS
Betreff: Nothilfe Nordsyrien

 

10. Welt-Kobanê-Tag – 10 Jahre Sieg über den Islamischen Staat

Am 1. November 2024 jährt sich der Welt-Kobanê-Tag zum zehnten Mal: 2014 gingen weltweit Hunderttausende auf die Straßen, um den mutigen kurdischen Verteidiger:innen der Stadt Kobanê in Nordsyrien ihre Solidarität zu zeigen – im Kampf gegen den sogenannten  Islamischen Staat (IS). Ein Kampf, der noch immer nicht beendet ist. Denn wir sehen seit einigerZeit das erneute Wiedererstarken des IS. Aber genau in Kobanê wurde der IS zum ersten Mal militärisch besiegt – das dürfen wir nie vergessen! 

Mit dem 10. Welt-Kobanê-Tag gedenken wir der vielen Opfer, die dieser Krieg gefordert hat. Gleichzeitig feiern wir den Aufbruch, der aus diesem Kampf entstanden ist – inspiriert von der kurdischen Frauenbewegung und ihrem kraftvollen Slogan „Jin, Jiyan, Azadî“ (Frau, Leben, Freiheit). Trotz der anhaltenden Angriffe auf die Selbstverwaltungsgebiete in Nordostsyrien (Rojava) wird der schwierige  Wiederaufbau weitergeführt.

Kommen Sie und feiern Sie mit uns! Am 31. Oktober, dem Vorabend des Welt-Kobanê-Tags, laden wir zu einer besonderen Kulturveranstaltung in die Naxos-Halle ein.

Schirmherrin und Grußwort: Stadträtin Tina Zapf-Rodriguez, Dezernentin für Klima, Umwelt und Frauen

Donnerstag 31.10.2024, 19:00 – 23:00 Uhr

Theater Willy Praml in der Naxos-Halle
Waldschmidtstraße 19
60316 Frankfurt

Mehr Informationen hier

Dringender Spendenaufruf

Mitte August erreichte uns ein dringender Spendenaufruf der Stiftung der freien Frau in Syrien (WJAS): Ein Mädchen aus dem Waisenhaus in Kobanê, die 14-jährige Berfin, ist schwer am Herzen erkrankt und benötigt eine Operation. Diese muss in Damaskus durchgeführt werden, da es in der Demokratischen Autonomen Administration in Nordostsyrien (DAANES) keine Kinderherzchirurgie gibt. Da die Entscheidung innerhalb von drei Tagen getroffen werden musste, haben wir für das Waisenhaus gespendete Gelder kurzfristig zur Verfügung gestellt und die notwendigen 5.000 € sofort zugesagt.

Nun bitten wir um also um Spenden. Denn auch im Waisenhaus leben viele neue Kinder, derzeit sind es 31. Häufig ist ein Elternteil verstorben oder beide. Während früher verwaiste Kinder in der Großfamilie/bei den Großeltern untergebracht wurden, hat sich deren Lage durch Krieg, Flucht und Vertreibung stark verändert. Wenn ein Teil der Familienangehörigen nicht überlebt hat, in einem Flüchtlingslager lebt oder nach Europa geflohen ist, sind die Möglichkeiten sehr reduziert. In der derzeitigen schwierigen Lage mit aktiver Kriegsdrohung durch die Türkei, andauerndem Krieg niederer Intensität, wirtschaftlichem Embargo, Energie- und Wassermangel geraten die Menschen zunehmend unter Druck.

In dieser Situation muss es für Kinder einen geschützen Ort der guten Versorgung geben.

Bitte unterstützen Sie das Waisenhaus durch Ihre Spende!
Bitte spenden Sie für die medizinische Behandlung der schwer erkrankten Berfin!

19.08.2024

Spendenkonto:
Städtefreundschaft Frankfurt-Kobanê e.V.
DE66 5019 0000 6200 9082 42
Frankfurter Volksbank, FFVBDEFF

Was geschieht in Nordostsyrien?

Reisebericht von Luqman Guldivê

Montag, 08.07.2024, 19 Uhr Club Voltaire, Kleine Hochstr. 5, 60313 Frankfurt

Die kriegerischen Konflikte weltweit haben den Überlebenskampf der Menschen in Nord- und Ostsyrien, das vor allem von der Türkei permanent angegriffen wird, fast in Vergessenheit geraten lassen.

Der Journalist Luqman Guldivê bereiste die Region vor Kurzem und berichtet über die aktuelle Situation im Allgemeinen und die schulische und universitäre Bildung im Besonderen.

Flyer (PDF)

Gegen alle Formen gruppenbezogener Menschenfeindlichkeit

Rede zum 8. Mai 2024 Tag der Befreiung vom Faschismus

Unser Verein Städtefreundschaft Frankfurt-Kobanê möchte heute etwas zu gruppenbezogener Menschenfeindlichkeit sagen. Zur Bedeutung des 8. Mai wird noch viel gesagt werden, daher nutzen wir die Gelegenheit zu einer selbstkritischen Betrachtung unserer Arbeit. Wenn ihr euch auf dem Platz umschaut, stellt ihr euch vielleicht auch diese Fragen:

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Unser offener Brief an die Bundesregierung über die Auswirkungen der Luftangriffe der Türkei auf Nord- und Ostsyrien

02.01.2024
Zwischen dem 23. und 26. Dezember flogen türkische Kampfflugzeuge und Drohnen 74 Angriffe auf die kritische Infrastruktur Nord- und Ostsyriens (medizinische Einrichtungen, Kulturgüter, Wasser- und Lebensmittelversorgung), was international als Kriegsverbrechen gilt. Die Bombardierungen hielten in minderer Intensität bis zum 30.12.23 an. Das türkische Verteidigungsministerium bezeichnete die Angriffe als „Vergeltung“ für den Tod mehrerer türkischer Soldaten bei Guerilla-Aktionen in der Kurdistan-Region des Iraks (KRI).
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Wir fordern Flugverbotszone für die Türkei über Nord- und Nordostsyrien

Seit dem 4. Oktober 2023 bombardiert das NATO-Mitglied Türkei die zivile Infrastruktur auf dem Gebiet der Autonomen Selbstverwaltung Nord- und Ostsyrien (AANES), auch bekannt als Rojava. Betroffen von der türkischen Angriffswelle sind insbesondere die Regionen Hesekê, Qamişlo, Amûdê, Til Temir, Dêrik, Kobanê, Tirbespiyê, Dirbêsiyê, Efrîn, Mişêrfa, Waşokanî, Girkê Legê, Çelebiyê und Şera. Wir schließen uns der Forderung des Vereins Städtepartnerschaft Berlin-Derik nach der Einrichtung einer Flugverbotszone an und dokumentieren die Pressemitteilung:
 

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